17. November 2009

Tongariro Crossing !

Ich kann es kaum selbst fassen, dass ich mich FREIWILLIG für einen Wandertrip eingetragen habe! Keine Ahnung was ich mir dabei Gedacht habe, aber ich bereue es nicht, es war hart, aber genial!
Also am Fraitag den 6. November kam der "Bus" zur meiner Schule und wollte mich abholen, da gucke ich nur in den Bus rein und da sitzen nur Jungs! Normalerweise würde ja auch kein normales Mädchen auf die Idee kommen wandern zu gehen, außer mir natürlich! Und dann waren 5 von den 7 auch noch Deutsch! Naja, ich mich ins Auto gesetzt und losgefahren.
Mama meinte das Tongariro nur so um die 100 Km unter Rotorua liegt, was um die 3 Studen fahrt gewesen wären, aber nein, wir sind 5 Stunden gefahren, da man in NZ nicht wirklich vorrankommt wegen all den tollen Kurven die es hier gibt!
Naja ich bin dann auch früh schlafen gegangen, damit ich fit für den Marsch für Samstag war, hat nicht so gut geklappt würde ich sagen, dafür konnte man garnicht fit sein!
Um 7.30 Uhr haben wir die Lodge verlassen und sind zum Anfang eines Vulkans gefahren. Die Wanderung sollte so zwischen 6 und 7 Stunden dauern. Klang ja noch alles machbar, ich war ja auch noch nicht losgelaufen!
Normalerweise hast du echt immer gute Chancen, dass es regnet in NZ, aber diesen Tag hat die Sonne schon um 8 Uhr auf meinen Kopf geknallt. Nach den ersten 5 Km habe ich nur noch Gedacht was ich hier eigentlich mache! Atmen ist garnicht so einfach wenn es die ganze Zeit bergauf geht und mein Rucksack war echt schwer, da ich ja für alles gewappnet war! Regenjacke, Mütze, Leggins, Sonnencreme, Handy, Geld, Taschentücher, 1.5. L Wasser und ganz wichtig essen, es hätte ja sein können, dass ich dort übernachten hätte müssen, wenn ich nicht mehr weiter gekonnt hätte!
Bei der 1. Toilette nach 5 Km haben sich dann tatsächlich auch schon die 1. Blasen ergeben und dass obwohl ich die Einzigste mit Wanderschuhen war! Naja, Pflasta drauf und weiter gings, ich schaff das ja!
Nach einer Weile, wo ich dann immer nur Bergauf gewandert bin, habe ich echt gedacht ich hätte den Gipfel erreicht, aber man soll sich ja nicht zu früh freuen! Ging ich um die nächste Kurve konnte ich einen noch höheren und steileren Anstieg sehen, da habe ich dann echt laut gesagt, das das hier doch ein Scherz ist! Und ihr werdets nicht glauben, da antworten mir doch 2 Deutsch: "Man weiß nie was hinter der nächsten Kurve kommt!" Ihr könnt euch nicht Vorstellen wie ich die angeguckt habe. :D
Nützte ja nichts, also weiter bergauf. Irgendwann gab es dann auch keine Stufen mehr, dann musste man auch noch klettern. Ich kam dann dem Gipfel immer Stückchen für Stückchen näher. Durch mein Schneckentempo haben mich dann die Jungs überholt und fragen mich doch allen erstes ob alles okay wäre, wo ich schwer atmend mich den Berg hochschleppe! Alles war suuuper.
Ich hab es dann tatsächlich den 1. Vulkan hochgeschafft und dachte, dass es garnicht mehr schwerer kommen könnte, aber da lag ich falsch! Ich habe dann nur noch gesehen wie es runtergeht und das war echt gefährlich. Es war jetzt nur noch Sand, wo man sehr leicht ausrutschen konnte und neben mir sind dann auch tatächlich 2 Frauen gefallen.
Danach bin ich durch das Auge desVulkans gewandert um an der anderen Seite zum 2. Vulkan zukommen. Das hieß dann wieder begauf, aber es war nicht ganz so hart, aber vielleicht habe ich auch schon nichts mehr gespürt. Wenigstens hatte sich die Hitze vom Morgen gelegt, aber stattdessen wurde es dann richtig kalt und windig.
Eigentlich waren wir alle immer ein Tempo, mal war ich vorne, mal sie, aber ich bin mit den 5 Jungs, die in Auckland zur highschool gehen, ins Ziel gekommen. Der Mann aus Taiwan hatte uns nach der 1. knapen Stunde abgehängt und war 2 Stunden vor uns im Ziel und unsere lieber Guide kam eine Stunde später als wir an! Das letzte Mal als er diesen Weg gelaufen ist war auch er in der highschool und das war auch schon 20 Jahre her.
Aber Julien (Guide) war richtig cool, wir mögen beide richtog gerne Reggea und er hat mir echt gute Bands von NZ gesagt und außerdem ist seine Schwägerin Deutsch und immer wenn er sie sieht sagt er: "Mein kleines Deutsche Frau!", oder, "Mein Commandeur!". Es war echt zu lustig. :D
Der Trip hat mir echt gezeigt wie weit ich eigentlich gehen kann. Ich habe 7 Stunden für diesen Marsch gebraucht, aber er war genial und ich würde ihn nochmal gehen!
Amazing! :)

Anfang!

Steiler als es aussieht!

Gute Aussicht! :)

Das Auge!

1. November 2009

Piha & Coromandel

Mit dem Gedanken: Ich weiß ja nicht, ob ich nochmal wiederkommen werde!, bin ich jedes Wochenende seit dem 30. Oktober auf Trips gegangen.
Am 30. habe ich zufällig in Corys Mappe einen 1-Tages-Trip nach Piha gesehen und sofort gebucht.
Piha ist ein Strand und berühmt für seinen schwarzen Sand, außerdem ist er sehr beliebt bei den Surfern, aber auch sehr gefährlich. Es gibt sehr viele Stömungen und Steine unterwasser, wo man sich leicht verletzten kann. Es sind wohl schon viele an diesem Strand gestorben, weil sie nicht richtig aufgepasst haben.
Wie auch immer, wir sind dort ja nicht hingefahren um zu baden, sondern wir haben ein BBQ gemacht. :)
Ich wollte von Anfang an Piha sehen, kam aber die dazu, da es sehr abgelegen ist und man nicht mit öffentlichen Verkehsmitteln dort hinkommt, sondern nur Privat, aber es hat sich echt gelohnt!
PIHA

Monicas und mein Fuß.


Und am Samstag den 31. bin ich dann auch ganz spontan auf einen Trip nach Coromandel gefahren. Leider war er nicht so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich bin dieses Mal mit einem anderen Reiseunternehmen gefahren und die waren nicht so toll organisiert.
Doch Coromandel hat echt Spaß gemacht, wir waren nur 4, eine Russin und zwei weitere Deutsche.
Man fährt ganz schön lange nach Coromandel und es ist eigentlich nur Natur Pur, aber wunderschön.
Als 1. waren wir am Hot Water Beach, wo man Löcher graben kann und dann Wasser aufsteigt was so um die 40 Grad haben kann, aber man muss halt an der richtigen Stelle graben und da wir erst Mittags kamen waren die besten Löcher dann schon belegt!

Hot Water Beach


Danach sind wir zu einem anderen Strand gefahren, wo wir Deutschen eine Kajak-Tour gemacht haben, für mich war das eine der besten Sachen, die ich hier unternommen habe.
Als 1. haben wir geradewegs auf eine Vulkan-Insel zugesteurt und unser Guide hat uns gefragt ob wir von der Form des Vulkans erkennen könnten welches Organ es darstellen sollte. Es hatte 2 Löcher und 2 Wölbungen an der Spitze, also habe ich geraten und Nase gesagt, was auch richtig war!
Und nun die Story dazu: 2 Maori Männer sind mit ihrer "Crew" in den wakas (Kajaks) von Polynesien nach Neuseeland gekommen. Einer ist in der Gegend um Auckland geblieben, während der andere sich weiter nach Coromandel getraut hat und dort diesen Vulkan entdeckt hat. Für ihn und seine "Crew" sah der Vulkan aus wie seine Nase. Eine alte Legende sagt, dass wenn Land aussieht wie ein Organ von dir, musst du den höchsten Punkt davon erklimmen und alles was du von da oben sehen kannst gehört dir. Und von da oben konnte man weit gucken! Es war echt interessant. :)

Die Nase!


Danach sind wir zur Cathedral Cove gefahren, wo man 2 sehr berühmte Felsen sehen kann die durch das Wasser sehr stark geformt wurden und in den nächsten Jahren vielleicht umkippen könnten, da sie an der Wasseroberfläche zu schmal werden. Außerdem hatten wir einen Kakoa und Kekse und unser Guide hat uns erzählt, dass sie am 5. November für 5 Wochen von Coromandel bis nach Cape Reinga hochfahren will. Das ganze wollte sie mit ihrem Freund machen, aber nicht in einem 2er Kakjak, da diese die Beziehungskiller sein sollen. :D

Cathedral Cove

"Weihnachtsbaum" (blüht in rot)

Kajaking :)